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NLP in Bewegung

Von Anita Heyer

Sport vertieft den Erkenntnisgewinn. Bevor unsere Autorin dies lernte und „NLP in Bewegung“ entwickelte, durchlief sie eine ganz und gar unsportliche Karriere, wie sie meint. Ihre Empfehlung für einen garantierten Seminarerfolg: Personal-Fitness-Trainer buchen.

In der Schule war Sport das Fach, das wenig Anerkennung fand. Meinerseits und von Seiten der Mitschülerinnen, ich lernte auf einem Mädchengymnasium. Einser-Schülerinnen im Sport hatten meinen Neid und ich befand sie deshalb als hohl in der Birne. Überflüssig zu sagen, dass ich sportlich zu kämpfen hatte für meine Drei minus. Bei Mannschaftsspielen wurde ich ausgewählt, weil ich Klassensprecherin war und eine gute Lobby hatte, mit der es sich niemand verscherzen durfte.

Soviel zu meiner Sport-Time-Line. Noch jetzt habe ich Albträume, dass ich mein Abitur nicht kriege, weil ich in Sport zu viele Fehlstunden aufweise. Klingt nicht nach jemandem, der „NLP in Bewegung“ zu seiner Marke gemacht hat und NLP-Ausbildung mit Fitness kombiniert. In meinen Kursen wird morgens gewalkt und gejoggt, nachmittags der Rücken fit gemacht – unter fachkundiger Anleitung durch Trainer vom Deutschen Turnerbund (DTB), aber kostenfrei, gewissermaßen als Service. Den Leuten gefällt’s, Pi mal Daumen jeder Zweite nimmt das Angebot an.

Während meines Studiums habe ich hin und wieder sportliche Anfälle gekriegt. Auslöser waren meist Liebschaften. Diese Anfälle gingen ebenso schnell vorüber wie die Liebschaften. Als ich mich als NLP-Trainerin halbwegs etabliert hatte, kam der Ruf einer Frauenzeitschrift, welche ihren Leserinnen Fitness in Kombination mit NLP in Wochenendkursen anbot. Ich war für den NLP-Teil zuständig und versuchte natürlich die Fitness-Einheiten zu meiden. Ich wurde richtig erfinderisch, warum ich nicht teilnehmen konnte. Zahnschmerzen, Menstruation, Vorbereitung auf den NLPTeil, der natürlich viel anspruchsvoller war als das Gehopse, auch besser bezahlt usw.

Die Zeitschrift hatte schon etliche Fitness-Kurse angeboten. Was die Teilnehmerinnen an diesem hier reizte, war die Kombination mit der geistigen Fitness. Das Alter der Teilnehmerinnen reichte von 20 Jahren bis ins Pensionsalter. Es waren Richterinnen und Lehrerinnen dabei, auch Frauen, die – gewissermaßen „postfamiliär“ – ins Berufsleben einsteigen wollten. Die Kurseinheiten bestanden immer aus einem Fitness-Teil und danach anderthalb Stunden NLP.

Was ich als erstes merkte, war, wie rasch sich die Frauen für die NLP-Fragestellungen aufschließen ließen. In normalen Kursen brauche ich zuweilen einen Tag lang, um bei den Teilnehmern eine Bereitschaft zu schaffen, über bestimmte Dinge nachzudenken oder eine bestimmte Sache aus einem fremden Blickwinkel zu betrachten. Bei diesen Frauen ging das ruckzuck, da waren die am Punkt. Die körperliche Bewegung machte die Teilnehmerinnen geistig unglaublich flexibel. Offenkundig. Noch nie hatte ich NLP-Inhalte so schnell integriert gesehen. Ich war begeistert. Und die Teilnehmerinnen auch. Eine sagte am Ende, dass es Seminare gebe, die wie verhext seien. Aber dieses hier habe sie verzaubert.

Nachdem ich zwölf Wochenendseminare NLP kombiniert mit Fitness erlebt hatte, traute ich mich dann selbst, an einem Fitness-Modul teilzunehmen. Nie werde ich den Augenblick vergessen, als ich mit anderen Teilnehmerinnen im Fahrstuhl stand und sie selig sagten: „Anita, es ist so schön zu sehen, dass du so unsportlich bist!“ Das ist meine Geschichte. Doch unwiderruflich war der Fakt, dass diese Frauen besser lernen konnten in der Kombination mit Bewegung.

Der nächste Schritt war es, eine NLP-Ausbildung anzubieten, die Bewegung integriert. Mittlerweile gibt es das morgendliche Walking/Jogging und das nachmittägliche Rückenfitness-Training in meinen NLP-Ausbildungen seit sechs Jahren. Als Instituts- und Ausbildungsleiterin war es von Anfang an wichtig, am Fitness-Modul teilzunehmen, ich hatte Vorbildfunktion. Wenn ich nicht teilnahm, drückten sich auch die Teilnehmer. Um sieben Uhr morgens bin ich ja noch frisch. Nachmittags um Viertel nach fünf beginne ich meine Fitness-Trainer zu beeinflussen: „Wir haben heute so viel gearbeitet, da können wir doch mal etwas mehr Entspannung machen!“

Meine Fitness-Trainer hören nicht auf mich. Im Sport-Teil haben sie die totale Kontrolle. Dafür achte ich sie. Auch wenn ich um Viertel vor sechs auf die Uhr schaue und denke: „Du Schwein, hör auf mich zu quälen.“ Und mich frage, warum ich solche Torturen erleide und ob ich das nicht irgendwie stoppen kann, denn ich bin doch die Chefin. Wenn ich dann um 18 Uhr 30 zum Abendbrot gehe, alle Gliedmaßen zucken und Messer und Gabel sind kaum zu halten, und dann erwische ich jemanden, der wegen fadenscheiniger Ausreden (Zahnschmerzen, Menstruation, wichtiger innerer Prozesse) nicht beim Sport war, dann blühe ich auf.

Heute habe ich eine neue Identität: „Ich bin sportlich!“ Natürlich erlebe ich auch Teilnehmer, die sich von dem zweistündigen Sport-Angebot unter Druck gesetzt fühlen. Das kann ich bestens verstehen. Doch wenn dann der „innere Schweine-Hund-Teil“ mit teilnimmt, wenn er stöhnen, fluchen, resignieren und versagen darf, dann werden die NLP-Prozesse körperlich gespiegelt.

Lernen findet auf NLP-Ebene, kopflastig, und zusätzlich auf der körperlichen Ebene statt – in Anlehnung an Klaus Grochowiaks Neugier-Erfolgs-Loop:
1. Neugier: Das sieht so einfach aus.
2. Ausprobieren: Das ist viel härter, als es aussieht.
3. Enttäuschung: Das schaff ich nie.
4. Dranbleiben: Wenn ich übe, dann schaffe ich es.
5. Ausdauer: Ich bleibe dran, übe, übe und übe.
6. Erfolg: Ich habe durchgehalten und Erfolge erlebt.

Diese Prozesse sind im Fitness-Training ähnlich wie im NLP-Training. Zusätzlich stärkt die gemeinsame Fitness-Arbeit die Zugehörigkeit und das gemeinsame Lernen. Ich wünsche mir, dass dieser Artikel Mut zur Bewegung macht. Endlos habe ich mich mit aufgesetzten, zwanghaften Bewegungsübungen in Seminaren gequält. Hier die Lösung: Personal-Fitness-Trainer für Seminare buchen! Ich habe nun selbst den „Group-Fitness-Trainer-Schein“, damit ich frei und nicht mehr so abhängig von meinen DTBFitness-Trainern bin, denen ich diesen Artikel widme. Danke an Julia Stier, Chris Harvey, Gunda Slomka, Kate Paffenholz, Sabine Boesinger, Sandra Kreuzer, Maren Grunzel, Gudrun Paul, Birgit Schmidt, Sara Zanellato, Fidel Martinez und allen anderen, die ich jetzt vergessen habe zu erwähnen.

Ohne euch bin ich nur halb so gut. Sportliche Grüße!

Quelle: KS Magazin









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